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Trotz ihrer eher begrenzten Fläche sind
die Abruzzen in Bezug auf Weinanbau und Weinerzeugung eine wichtige Region.
Bereits in der Antike schrieben Dichter und Schriftsteller von ihren Weinen und
priesen deren Eigenschaften. Plinius der Ältere, ein erfahrener Weinkenner,
bemerkte in seinem Werk Naturalis Historia die ausgezeichnete Qualität der
Peligni-Weine, die Marziale in Bezug auf Qualität und Hochwertigkeit auf eine
Stufe mit den toskanischen stellte und sehr schätzte. Und auch Ovid versäumte
nicht, sein Geburtsland zu preisen und zu unterstreichen, dass der Weinberg im
Tal Valle Peligna die häufigste Anbauart war.
Es blühten sogar Legenden über die Eigenschaften der abruzzischen Weine, wie
z.B. die von der Heilung der Pferde Hannibals von der Krätze, nachdem sie mit
reichlich Wein gewaschen worden waren. Aus anderen Schriften ergibt sich, wie
die abruzzischen Weine nach Rom exportiert und auf den Tafeln der Patrizier
serviert wurden. Durch das Edikt von Domitian, das die Zerstörung von mindestens
50% der Weinberge festlegte, um die Krise der Überproduktion in Italien zu
überwinden, erlitt der abruzzische Weinbau einen wahren Zusammenbruch, bis er
schliesslich von den Einfällen der Barbaren fast vollständig zerstört wurde.
Mit dem erneuten landwirtschaftlichen Aufschwung, der mit dem Entstehen und der
Verbreitung des Mönchstums einherging, blühte der Weinstock dann wieder auf. Im
16. Jh. sprach der Dominikanervater Serafino Razzi, Prior des Konvents Penne von
1574 bis 1576, in seinen Schriften vom Wein und von den Weinbergen dieser
Gefilde. Und Andrea Bacci hob in der Zeit der Renaissance hervor, wie sich das
Gebiet Aquilano von den anderen Gegenden der Abruzzen durch die hohe Produktion
von Wein abhob und dass seine Weinkeller enorm grosse Fässer enthielten, die
«hundert und mehr cadi enthielten», d.h. von dreitausendneunhundert
Litern aufwärts.
Montepulciano d'Abruzzo
Die Rebsorte Montepulciano, die von ungewisser Herkunft ist, wurde in den
Abruzzen zu Beginn des 19. Jh. eingeführt, und zwar von einem aus der Toskana
kommenden Reisenden. Heute wird sie in den vier Provinzen der Region – Chieti,
L’Aquila, Pescara und Teramo – angebaut, in zahlreichen Gemeinden, die von fast
uniformen Umweltbedingungen gekennzeichnet werden.
Der Montepulciano d'Abruzzo wird in mehreren Sorten hergestellt. Der Rotwein hat
eine intensive rubinrote Farbe mit leichten Nuancen, die, wenn der Wein gelagert
wird, ins Orange tendiert, und einen weinigen, zarten und angenehmen Geruch;
sein Geschmack ist trocken, weich, wohlschmeckend und leicht tannisch bei einem
Alkoholgehalt von mindestens 11,5°.
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€/Fla. |
€/Fla. ab 6 Fla. |
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Poggio Felice – Figline Valdarno |
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2005 |
Montepulciano D'Abruzzo |
r |
4,70 € |
4,20
€ |
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